Set 1 #5: THUNDER ON THE MOUNTAIN (Bob Dylan)
Ein Bob Dylan-Song bei einer Bluesband? Na klar, wenn es ein so schöner shuffle ist wie dieser. (Außerdem hat Dylan gerade Jimmy Vaughan in seine Live-Band geholt!) Der Text mit seinen apokalyptischen Elementen passt nach 20 Jahren erst recht in die heutige Zeit, und, wie der Kritiker John Paul schrieb, „he still managed to keep people scratching their heads while tapping their feet“…. was will man mehr?
Set 2 #2: CRAWFISH (Wise/Weisman)
Das erste Mal hörte ich Crawfish auf einer Maxi-Single von Johnny Thunders und Patti Paladin. Der Call- und Response-Chorus, der hypnotische Groove und das saftig-sinnliche Thema der Lyrics gefielen mir sofort. Später sah ich dann den Elvis-Film „King Creole“, der in New Orleans spielt – mit der Originalversion von „Crawfish“ als Einleitung. Natürlich haben wir keinen Elvis als Sänger… aber unsere rockige Version mit Slide Guitar macht Euch bestimmt Spaß! Zu hören auf dem neuen Mini-Album „Down the Road“ und live im Kulturkeller am 29.8.
Set 2 #3:TON OF BLUES (Dykes/Wommack)
Ein klassischer Blues-Moment. Du hat einen Riesenfehler gemacht, einen saudummen noch dazu. Dir wird schwarz vor Augen … „and it’s coming down like a ton of blues“. Kent „Omar“ Dykes hat diesen Moment in einem großartigen Song festgehalten, und wir präsentieren unsere Version auf dem neuen Mini-Album „Down the Road“ und live im Kulturkeller am 29.8!
Set 2 #5: OLD MAN DOWN THE ROAD (John Fogerty)
1985, nach 9 Jahren Pause im Streit mit seiner früheren Plattenfirma, brachte John Fogerty das exzellente Soloalbum „Centerfield“ heraus und zeigte allen, dass er es noch draufhatte. Vor allem in „Old Man Down the Road“ machte er für Freund und Feind klar, wo der Hammer hängt, und der Song wurde zu Recht ein Hit. Dann beging auch noch Fogertys Erzfeind Saul Zaentz, damals Inhaber aller Rechte am CCR-Katalog, den Fehler, wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung (an „Run Through the Jungle“) zu klagen. Er verlor und musste am Ende auch noch 1,3 Mio. $ Anwaltskosten erstatten.
Set 2 #7: HELLBOUND TRAIN (Simmonds/Silvester)
Der Titelsong des gleichnamigen Albums von 1972 zog mich in seinen Bann mit dem Alptraum-Thema des Zuges, aus dem man nicht aussteigen kann, und der einen geradewegs in die Hölle bringt. Großen Anteil daran hatte auch das Cover mit dem wunderbaren, detailreichen Comic Strip von David Anstey. Heute noch eines meiner Lieblings-LP-Cover. Und den Song zu spielen, ist immer wieder eine Fahrt ins Abenteuer…

Set 3 #1: TAKE ME TO THE RIVER (Al Green, Mabon Hodges)
Eine Soul-Hymne mit unwiderstehlichem Refrain – wie viele andere vor uns konnten wir nicht widerstehen, sie zu covern. Im Text spannt Peter Green den Bogen von der Taufe hin zur eher weltlichen Liebe – oder wie ein im Wikipedia-Artikel zitierter Kritiker sehr schön sagte: „Green’s song squares the singer’s early religious convictions with more earthly interests“. Honi soit qui mal y pense….
Set 3 #4: SHALLOW YELLOW (Olaf Giebe)
Ein eigener Song, der auf Ereignisse im Jahr 1978 zurückgeht. Für eine erotische Pleite, die wohl eher der eigenen Ungeschicklichkeit geschuldet war, soll in der Fantasie des Songwriters der einstige Rivale büßen. Das sorgt für ordentlich Rock ‚n‘ Roll-Energie!.
Set 3 #5: SLOPPY DRUNK (Jimmy Rogers)
Dieser Blues lässt keinen Zweifel daran offen, wie der Protagonist seinen Abend verbringen will. Er entstand 1954, aber ähnliche Songs gab es – klar! – schon früher. Bernhard, unser Bassmann, hat ein fettes Rock-Arrangement dazu kreiert, das für gute Stimmung in der „Zielgeraden“ unserer Gigs sorgt!
Set 3 #8: WIGGLE STICK (Jim Heath)
Unser Signature-Song… Ein Psychobilly-Knaller von The Reverend Horton Heat, 1993 entstanden, mit echter Pentecostal-Energie und Empfehlung direkt von Beavis & Butthead – das geht ab!
